Wo? Bei uns! – Fun Facts rund um Trier

Zeit für ein klein wenig Selbstbeweihräucherung: In Trier gibt es nicht nur von allem ein wenig, sondern von vielem auch ziemlich viel. Und dabei spielt nicht nur unser außergewöhnliches UNESCO-Welterbe eine Rolle, unsere exquisite Lage in einem der herausragendsten Weinanbaugebiete der Welt oder unsere Anbindung an zahlreiche preisgekrönte Fernwander- und Radwege. Nein, es sind auch die Anekdoten, die Insidertipps und Fun Facts, die Trier besonders machen. Hier findet ihr unsere Top 5.

Wo…
liegen zwischen Rom und Rokoko nur 2 Zentimeter?

Konstantin-Basilika und Kurfürstliches Palais

Bei uns.

Nirgendwo sonst wurde ein Palast des 18. Jahrhunderts unmittelbar an einen ehemaligen antiken Thronsaal angebaut.

Letzterer, die Empfangs- und Audienzhalle Kaiser Konstantins, stammt aus der 1. Hälfte des 4. Jahrhunderts. Symbolisch hoch aufgeladen mit der Macht eines römischen Herrschers, entschlossen sich die Kurfürsten seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert, den Thronsaal in eine vierflügelige Palastanlage auszubauen. Den letzten Schliff setzte das heutige Kurfürstliche Palais aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Kaiser- und Kurfürstenwürde, Rom und Rokoko – das gibt es so dicht nebeneinander nur in Trier.

Lust, das alles ein wenig näher zu erkunden? Aber gerne: Entdeckt dieses Unikum doch in einem unserer unterhaltsamen Stadtrundgänge!

Wo…
gibt’s das beste Mittel gegen Kopfweh?

Das Stadtmuseum Simeonstift im Schatten der Porta Nigra

Bei uns.

Gut, die medizinische Wirkung der Mütze des heiligen St. Simeon ist jetzt nicht wirklich lückenlos bewiesen. Genau genommen gar nicht.

Aber der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Und Kopfschmerzen. Deshalb glaubte man im Mittelalter, dass die Kopfbedeckung des heilig gesprochenen Einsiedlers, der im 11. Jahrhundert einige Jahre eingemauert in unserem antiken Stadttor, der Porta Nigra, verbracht hatte und dort auch gestorben war, Migräne und Augenleiden von jetzt auf gleich heilen könne. Simeon zuliebe wurde die Porta zur Doppelkirche umgebaut und überlebte in diesem Zustand die abrissfreudige Zeit des 11. bis 19. Jahrhunderts. Erst Napoleon ordnete den Rückbau zum antiken Stadttor an.

Deshalb haben wir Simeon indirekt das Überleben des besterhaltenen römischen Stadttors nördlich der Alpen zu verdanken. Seine Mütze kann man noch heute im Domschatz bewundern. Aufsetzen darf man sie natürlich nicht mehr. Aber dafür kann man bis heute Teile des Kreuzgangs, die zum ehemaligen Stiftskloster St. Simeon gehörten, noch neben unserer Porta besichtigen. Und dort kriegt man auf jeden Fall den Kopf frei.

Lust auf mehr kuriose Reliquien? Aber gerne: Selbstverständlich bieten wir auch Führungen durch die Domschatzkammer an. Und auch der Dom selbst ist immer den Besuch mit einem unserer zertifizierten Domführer*innen wert.

Wo…
besteht der perfekte Dialog aus vier Worten?

Weihnachtsmarkt auf dem Hauptmarkt

Bei uns.

Die Trierer Bewohnerschaft als „mundfaul“ zu bezeichnen, trifft den Kern der Sache nicht. „Perfektionistisch“ ist doch die viel schönere Umschreibung dafür, das Maximum aus verbaler Selbstbeschränkung herauszuholen.

Und so besteht der perfekte Trierer Dialog aus gerade einmal vier Worten. Egal, wen Sie treffen, starten Sie mit einem herzerfrischenden „Unn?“, das von der bloßen Frage nach der gesundheitlichen, finanziellen, emotionalen oder partnerschaftlichen Situation des Gegenübers bis hin zur komplexen Abfrage neuester wissenschaftlicher Theorien zur nuklearen Astrophysik alles beinhalten kann. Die einzig richtige Antwort darauf ist „Joah“, mit der alles bestätigt, abgestritten, erläutert oder achselzuckend zur Seite geschoben werden kann. Eigentlich ist damit schon alles gesagt. Doch da man in Trier der Höflichkeit frönt, leiten Sie daraufhin mit „Ei!“ die Verabschiedung ein, welche das Gegenüber mit „Dajeeh!“ zustimmend zur Kenntnis nimmt.

Gut anwenden lässt sich dieser Dialog übrigens auf dem Trierer Weihnachtsmarkt – schließlich ist er auch nach drei Tassen Glühwein noch sauber artikuliert an den Mann oder die Frau zu bringen. Doch egal, ob Weihnachts- oder Supermarkt, Winter oder Frühling, ob beim Gespräch mit euch bekannten oder unbekannten Personen: Dieser Vierklang passt immer.

Lust auf mehr echt trierische Insiderkenntnisse? Aber gerne: Unser Nachtwächter hat sie. Begleitet ihn doch auf seiner abendlichen Runde durch die Stadt, gespickt mit Anekdoten, Klatsch und Tratsch aus unserer Stadt.

Wo…
kann man hoch auf dem Berggipfel ein Licht für andere entzünden?

Mariensäule auf dem Pulsberg

Bei uns.

Denn jede Nacht erleuchtet die Mariensäule hoch oben auf dem Pulsberg den Nachthimmel – weithin sichtbar auch für diejenigen, die sich auf der Heimreise in die Stadt befinden und sich erst dann, wenn sie die Mosel und die „Säulenmarie“ auf der westlichen Flussseite sehen, so richtig zuhause fühlen.

Eine alte Tradition ist es, die Beleuchtung der Mariensäule für eine Nacht zu bezahlen. Tun kann man dies in der Dom-Information gegenüber vom Dom selbst, wo man für 5 Euro eine Urkunde erhält, die das genaue Datum der Spendennacht vermerkt. In einem eigenen Namensfeld kann man auch den Namen der- oder desjenigen vermerken, für die oder den die Muttergottes in dieser Nacht Trost spenden soll. Beliebt ist dieses Lichtergeschenk aber längst nicht nur bei gläubigen Triererinnen und Trierern. Die „Säulenmarie“ ist schließlich für alle da.

Wer sie einmal tagsüber besuchen will, sollte allerdings etwas Puste mitbringen: Die Mariensäule steht in rund 300 Meter Höhe. Belohnt wird man dafür aber mit einem grandiosen Blick über die Stadt – und kann seine Wanderung auf der letzten Etappe des Moselhöhenwegs direkt fortführen. In vier Stunden ist man im luxemburgischen Grenzstädtchen Wasserbillig. Oder aber man folgt dem 100 Jahre alten Wanderweg bis nach Koblenz: Dann warten gleich zehn Etappen mit leichtem bis mittlerem Anforderungsprofil auf ambitionierte Aktivsuchende. Und auch der Moselsteig ist nicht weit entfernt.

Lust auf mehr Infos? Aber gerne: Wir lieben das Outdoor-Erlebnis und haben euch hier interessante Touren, Arrangements und Karten zusammengestellt.

Wo…
hat man eine 2000 Jahre alte Weintradition?

Ältester Weinkeller Deutschlands in den Vereinigten Hospitien

Bei uns.

Wo die Römer siedelten, war auch der Wein nicht weit – kein Wunder also, dass Trier auch eine Hochburg des rund 2000 Jahre alten Weingenusses ist. Zumindest grob geschätzt. Denn ganz genau weiß man nicht, wann die allerersten Kelteranlagen an der Mosel auftauchten. Fakt ist aber, dass sie in der Kaiserzeit des 4. Jahrhunderts vielfach vergrößert und modernisiert wurden – also schon vorher existiert haben müssen. Und Fakt ist auch, dass diese ausgegrabenen antiken Kelteranlagen bereits zur Römerzeit dort standen, wo noch heute die besten Lagen der Mosel zu finden sind. Die Römer wussten eben, wo der beste Wein zu holen ist.

In Trier kann man den römischen Weingenuss gleich auf zwei Arten erleben: Indem man den Elbling probiert, eine in Deutschland wenig verbreitete Rebsorte, die den römischen Trauben am nächsten kommen soll. Schließlich ist bereits der Name „Elbling“ auf das lateinische „alba“ für „weiß“ zurückzuführen.

Aber auch, indem man eine Weinprobe im ältesten Weinkeller Deutschlands bucht: dem Keller der Vereinigten Hospitien, gebaut um 330. Wenn auch ursprünglich nicht als Ort fluider Glückseligkeit, sondern als Speicherhalle (sog. „horrea“) für die Bürger*innen der Stadt errichtet, dient der lang gestreckte Raum mit seinen Holzfässern und seiner einzigartigen Atmosphäre heute Weinkennern wie -kennenlernern zum gemütlichen Beisammensein. Ein unvergleichliches Erlebnis!

Lust auf mehr Infos? Aber gerne: Wir organisieren euch nicht nur Karten für die Entdecker-Weinprobe im Hospitienkeller, sondern haben auch sonst viele Angebote für Weingenießer im Programm: durch die Stadt und runter zu den Ursprüngen. Schaut doch mal in unseren Unterpunkt „Weinführungen“ rein!

Tipp:

Weitere spannende Fakten rund um Trier erfahrt ihr auch in unserem Trier-Quiz. So findet ihr auch heraus, ob ihr ein echter Trier-Experte seid!

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