Mit Gitarre, Klamauk und Geschichte im Gepäck

Studenten der Geisteswissenschaften, politische Kabarettisten, gewitzte Stadtführer, kurzum: Junge Kulturschaffende, die was zu erzählen haben. Das Duo „Hennich & Hanschel“ mag vieles, aber nicht einseitig sein. Wir haben mit den Trierer Tausendsassas über die hiesige Kultur, ihren Weg nach Trier und anstehende Projekte wie den „Kulturhafen Zurlauben“ gequatscht.

Das Duo „Hennich & Hanschel“

Von der Lintzstraße in die Trierer Kulturszene

Die gemeinsame Geschichte von Henning aus Münster und Hannes aus Flensburg beginnt in der Lintzstraße in Trier. Im Flur eines WG-Hauses verabreden sich die beiden Studenten (der eine, Hennich, Politik und Französisch, der andere, Hanschel, Geschichte und Erziehungswissenschaften) zum Fußball-Schauen. Rückblickend sagt Hannes: „Ich muss sagen, ich interessiere mich eigentlich nicht so doll für Fußball.“ Henning: „Sagt er, seitdem der HSV abgestiegen ist. Aber ok.“

Gewitzt, selbstironisch, politisch. Diese Mischung eint die zwei Trierer Gästeführer und Kabarettisten, die sich nach eigenen Angaben 2015 nach einem Beitrag beim Trierer Comedy-Slam beruflich zusammengetan haben, „aus Versehen“ versteht sich. Schon während des Studiums unterstützten die beiden die Erlebnisführungen der ttm, seit 2019 sind sie offiziell Gästeführer. „Wir haben uns Trier als Studenten häufig nur über Nacht angeschaut und haben dann festgestellt, dass es tagsüber auch ganz nett ist“, sagt Hannes. Nach und nach setzen sich die beiden immer mehr mit der Stadt auseinander und werden kreativ.

„Haben Lust, überall mit dabei zu sein.“

Ihre gesammelten Geschichten und Erlebnisse fließen in ihr kulturelles Wirken ein. „Hennich & Hanschel“ wollen in ihren Führungen und auf der Bühne als Kabarettisten unterhaltsam sein. „Gleichzeitig bietet Kultur aber auch immer die Möglichkeit, Dinge, die einen beschäftigen, mit anderen zu teilen,“ fasst Henning die politische Komponente ihrer Songs zusammen. Manchmal sei es ein nerviger Fingerzeig, manchmal einfach nur Quatsch, ergänzt Hannes.

Diesen Mix aus politischer Ernsthaftigkeit und sinnbefreitem Blödsinn macht die beiden zu sympathischen Quatschköpfen, die der Gesellschaft was zu sagen haben. Und den Trierern vor Ort. Ihren Bezug zur Stadt haben sie in Corona-Zeiten in ihren „H&H-Tischtalk“ einfließen lassen, bei dem schon Lokalmatador Helmut Leiendecker „Trierisch“-Unterricht geben konnte:

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Kulturhafen Zurlauben: Erster Auftritt vor Publikum nach dem Lockdown

Wenn die Corona-bedingten Einschränkungen vorbei sind, soll die Video-Reihe in unregelmäßigen Abständen fortgeführt werden. Aber das Augenmerk liege dann wieder auf anderen Dingen. Wie sehr den beiden die Bühne fehlt, zeigt ihre große Vorfreude auf den „Kulturhafen Zurlauben“. Die ganze Kulturszene befände sich in einer schwierigen Situation. Umso schöner sei es, bald wieder mit Publikum und zusammen mit anderen Künstlern aus Trier auf der Bühne stehen zu können. Henning: „Gerade in der freien Szene sind viele Leute unterwegs, die richtig viel Arbeit investieren. Allein dafür lohnt es sich, wenn man mal in Trier ist, zu sagen: ‚Ich guck mir mal an, welche kulturellen Veranstaltungen es gibt‘.“

Im Video-Interview verraten uns Henning und Hannes unter anderem, was es mit ihrer Videoreihe „H&H-Tischtalk“ auf sich hat, warum sich ein Besuch in Trier und beim Kulturhafen Zurlauben lohnt und wie „Hennich & Hanschel“ in 20 Jahren wirken:

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Meine Top 3 rund um „Hennich & Hanschel“


Fotos/Video: ttm

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