5 Öffentliche Gärten in Trier

Irgendwo zwischen ansehnlichem Kulturgut und naturbelassenem Wildwuchs finden sich die schönsten Gartenlandschaften. Wer keine Rasenfläche sein eigen nennen kann, muss in Trier auf nichts verzichten. Eine Reihe öffentlicher Gärten bietet genügend Erholungs- und Rückzugsraum, um den städtischen Trubel für eine Weile hinter sich zu lassen. Fünf davon stellen wir euch hier vor.

 

1. Schlosspark Kürenz

 

Im Nordosten Triers, wo sich die Hänge des Petrisbergs über die Innenstadt erheben, liegt der historische Stadtteil Kürenz. Umgeben von Weinbergen findet man dort, neben dem geschichtsträchtigen Ortskern von Alt-Kürenz, auch den Kürenzer Schlosspark mit Orangerie und Teehaus. Gelegen am unteren Ende des Aveler Tals zeichnet sich der gemütliche Landschaftsgarten durch seinen alten Baumbestand aus. Eingebettet in der grünen Stadtoase ruht das Kürenzer Schlösschen – ein ehemaliger Gutshof, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Zu seinen Füßen erstreckt sich ein kleiner Weiher, der zurzeit umgestaltet wird, und oberhalb davon ein kleiner Spielplatz, dem die imposante Baumkulisse ihre Schatten spendet.

 



2. Grafschafter Stadtgarten (Feyen)

 

Triers Süden gehört zu den beliebtesten Wohngebieten der Stadt. Neben dem alten Feyener Ortskern, dem Ortsteil Weismark und der ehemals französischen Wohnsiedlung neben der Bezirkssportanalage gehört auch das Neubaugebiet ‚Grafschaft‘ dazu. Seit 1981 bietet dort der von Josef Bermes angelegte Stadtgarten eine kleine Grünoase zum Wohlfühlen. Ein beinahe mystischer Eindruck umgibt die kleine Anlage, auf der sich naturbelassener Wildwuchs und liebevolle Pflege abwechseln. Verspielte Skulpturen, schattige Bänke und knorrige Bäume prägen den kleinen Garten in der Fritz-Quant-Straße und sorgen für erholsame Momente.

 



3. Park des Schönstatt-Zentrums

 

Ebenfalls in Trier-Süd befindet sich der ehemalige Caspary-Garten, der heute als Park dem Schönstatt-Zentrum angehört und täglich für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Besonders beeindruckend an der gepflegten Anlage, zu der auch ein Spielplatz und eine Kapelle zählen, ist der historische Baumbestand. Wer sich für Baumriesen begeistert, ist hier genau richtig: Die hiesigen Exemplare sind teils über 170 Jahre alt. Das ehemalige Brauerei-Gelände versteckt sich hinter einer Steinmauer, die die kleine Oase umschließt – hinter ihr genießen nicht nur Besucher und Bäume die friedliche Ruhe, sondern auch zahlreiche Vögel, Fledermäuse und Eichhörnchen.

 



4. Hospitienpark, St. Irminen

© Vereinigte Hospitien

Das ehemalige Kloster St. Irminen am Krahnenufer ist Teil der ‚Vereinigten Hospitien‘ und wird seit 1960 vor allem als Alten- und Pflegeheim genutzt. Wen es nicht einmal aus familiären oder beruflichen Gründen auf das Gelände verschlägt, könnte glatt verpassen, dass sich dort auch ein beeindruckender öffentlicher Garten versteckt. Das wäre schade, denn der ca. 6,5 ha große Hospitienpark hat einiges zu bieten. Neben zwei Kaukasischen Flügelnüssen, einem Feigen- und einem Götterbaum finden sich dort zahlreiche weitere außergewöhnliche Bäume, Gräser und Blüten, die bestaunt werden dürfen.

 



5. Schloss Monaise

 

Westlich der Mosel erhebt sich in Ufernähe das frühklassizistische Schloss Monaise. Geziert von einer ausladenden Terrasse und einer imposanten Freitreppe ist das Lustschloss seit jeher an sich schon sehenswert. Das Louis-Seize-Gebäude umgab außerdem eine öffentliche Gartenanlage, direkt am Fluss. Während die Natur diesen Raum längst zurückerobert hat, finden sich heute dennoch überall am Wegesrand noch Spuren des einst 40.000 qm großen Parks. Wer die Gunst der Stunde nutzt und dem leiblichen Wohl auf der Terrasse des Schlosses etwas Gutes tut, der kann auch heute noch ahnen, welche Gartenpracht sich hier einst erstreckt haben muss.

 

 

Wer jetzt neugierig geworden ist und mehr über Triers Gartenkultur und ihr römisches Erbe erfahren will, ist bei unserer Insider-Führung 'Lavendel, Minze & Co. – Entdeckungen im Römergarten' genau richtig. Während dieser Familientour, die zum Bestaunen, Betasten und Beschnuppern einlädt, führt Marlene Bollig Interessierte auf dem Petrisberg in die römische Gartenkultur ein. Die Führung findet am 29. Juni 2024 um 14:00 Uhr statt; Dauer: ca. 120 min; Ticketpreis: 13,00 €; Treffpunkt: Partnerschaftsgarten auf dem Petrisberg.

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Von Zewen, über Feyen bis nach Kürenz zieht sich die Trierer Gartenlandschaft. Fünf davon, die allen Interessierten offen stehen, stellen wir euch hier vor.

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